piviq OS

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 18. September 2026 · Fassung für Geschäftskunden · Deutsche Fassung

1. Geltungsbereich

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung von Piviq OS („Dienst"), einer Software-as-a-Service-Plattform für Betriebe der Hotellerie und des Wohnens (Hotels und Resorts, Serviced Apartments, Co-Living, Micro-Living, Student Housing und PBSA), bereitgestellt von der Plan B Global Ltd („Anbieter").

1.2 Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer. Verbrauchergeschäfte werden nicht geschlossen.

1.3 Identität, Gesellschaftsnummer und Sitz des Anbieters ergeben sich aus dem Impressum (Plan B Global Ltd, Gesellschaftsnummer 16727634, 20 Wenlock Road, London N1 7GU, Vereinigtes Königreich).

2. Vertragsgegenstand und Pakete

2.1 Der Anbieter stellt den Dienst in den Paketen Starter, Professional, Business und Enterprise bereit. Der jeweilige Leistungsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung und dem Angebot. Technische Begrenzungen (Häuser, Benutzer, aktive Agenten, Schnittstellen) werden technisch durchgesetzt.

2.2 Testphase: Neue Kunden erhalten eine Testphase mit eingeschränktem Funktionsumfang. Nach Ablauf wird der Zugang gesperrt, bis ein kostenpflichtiges Paket vereinbart und freigeschaltet ist.

2.3 Enterprise: individuelle Vereinbarung (dedizierte Umgebung, eigene Schnittstellen und Module).

3. Vertragsschluss und Laufzeit

3.1 Der Vertrag kommt durch individuelle Vereinbarung zustande; die Anmeldung über den Einrichtungsassistenten begründet allein noch keinen kostenpflichtigen Vertrag.

3.2 Die Laufzeit und die Kündigungsfrist ergeben sich aus dem Angebot. Ohne abweichende Vereinbarung verlängert sich der Vertrag um die jeweilige Laufzeit, wenn er nicht mit einer Frist von 30 Tagen zum Laufzeitende gekündigt wird.

3.3 Kündigungen bedürfen der Textform. Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

4. Preise und Zahlung

4.1 Es gelten die Preise des Angebots. Alle Beträge verstehen sich als Nettobeträge.

4.2 Bei Leistungen an Unternehmer in der Europäischen Union wird die Umsatzsteuer gegebenenfalls im Wege des Reverse-Charge-Verfahrens vom Leistungsempfänger geschuldet. Bei Leistungen an Kunden im Vereinigten Königreich wird Umsatzsteuer nach den dortigen Vorschriften berechnet.

4.3 Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug fällig. Bei Zahlungsverzug kann der Zugang nach erfolgloser Mahnung gesperrt werden; die Daten bleiben für 30 Tage erhalten und werden danach nach dem Löschkonzept gelöscht.

5. Pflichten des Kunden

5.1 Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der von ihm im Dienst verarbeiteten Daten verantwortlich, insbesondere für Gäste-, Mieter-, Bewerber- und Mitarbeiterdaten.

5.2 Der Kunde hält Zugangsdaten geheim und meldet Missbrauch unverzüglich.

5.3 Der Kunde nutzt den Dienst nicht für rechtswidrige Zwecke und keine automatisierte Massenkommunikation ohne Rechtsgrundlage.

5.4 Der Kunde sichert die für seine eigene Betriebskontinuität erforderlichen Daten zusätzlich zu den Sicherungen des Anbieters in eigenen Systemen.

6. Verfügbarkeit und Support

6.1 Der Anbieter betreibt den Dienst mit kaufmännischer Sorgfalt. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nur zugesagt, soweit sie im Angebot ausdrücklich als Servicelevel vereinbart ist. Wartungsfenster werden nach Möglichkeit vorher angekündigt.

6.2 Support erfolgt über die im Angebot genannten Kanäle. Supportanfragen werden nach Schweregrad eingeteilt; zugesagte Reaktionszeiten gelten nur für vereinbarte Servicelevel.

7. Pflichten des Anbieters

7.1 Der Anbieter pflegt den Dienst, spielt Sicherheitsaktualisierungen ein und behebt Fehler innerhalb einer angemessenen, vom Schweregrad abhängigen Frist.

7.2 Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nur auf dokumentierte Weisung des Kunden und nach Maßgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags.

7.3 Der Anbieter benachrichtigt den Kunden unverzüglich, wenn eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten die Daten des Kunden betrifft.

8. Haftung

8.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz und im Umfang einer übernommenen Garantie.

8.2 Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Die Haftung für Datenverlust ist auf den Aufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden erforderlich gewesen wäre.

8.3 Der Kunde ist für die Sicherung der von ihm im Dienst verarbeiteten Daten in eigenen Systemen verantwortlich.

9. Datenschutz

9.1 Für die vom Kunden im Dienst verarbeiteten personenbezogenen Daten ist der Kunde Verantwortlicher; der Anbieter ist Auftragsverarbeiter. Es gilt der gesondert geschlossene Auftragsverarbeitungsvertrag.

9.2 Der Dienst wird in der Europäischen Union gehostet. Eine Liste der Unterauftragsverarbeiter wird im Auftragsverarbeitungsvertrag geführt.

10. Änderungen und Schlussbestimmungen

10.1 Änderungen dieser Bedingungen werden dem Kunden mindestens vier Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Auf das Widerspruchsrecht wird gesondert hingewiesen.

10.2 Es gilt das Recht von England und Wales unter Ausschluss des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf. Gerichtsstand ist London, soweit gesetzlich zulässig.

10.3 Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.